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Ausflug zu den Gedenkstätten in Dachau und Flossenbürg
Am 26.10 und 28.10.2010 besuchten die zehnten Klassen die ehemaligen Konzentrationslager in Dachau und Flossenbürg. Der Zugang zur Gedenkstätte Dachau befindet sich seit einigen Jahren wieder am sogenannten Jourhaus, wo auch die Aufnahme der Häftlinge zu NS-Zeiten wirklich stattfand. Zunächst wurde das Dokumentationszentrum im ehemaligen Wirtschaftsgebäude eingehend besichtigt. Originalgegenstände wie der "Bock", der zur Bestrafung der Häftlinge diente, gaben den Schülern ein beklemmendes Gefühl für die inhumanen Lebens- und Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge. Anschließend lieferte ein kurzer Dokumentarfilm aus Originalfilmaufnahmen zur Lagerbefreiung durch US-Streitkräfte einen ergreifenden Einblick über den desolaten Zustand vor Ort zum Ende des NS-Regimes. In Dachau, dem ersten KZ auf deutschem Boden in unmittelbarer Nähe zu Landshut, konnten die Jugendlichen daraufhin unter einer geleiteten Führung die Baracken der Häftlinge, den Appellplatz, den Bunkerbereich sowie das Krematorium mit angegliederter Gaskammer besichtigen.
Im KZ Flossenbürg, das erst im Jahr 1938 errichtet wurde, mussten die Häftlinge vor allem in den SS-eigenen Rüstungsbetrieben arbeiten, unter anderem auch in den Steinbrüchen der "Deutschen Erd - und Steinwerke". Besonders beeindruckend für die Schüler war der im hinteren Teil des Konzentrationslagers errichtete Isolierblock, in dem ein Ehrenfriedhof für die Opfer des NS-Regimes in den Jahren 1957 bis 1960 angelegt wurde. Aus ganz Bayern wurden hier die Leichen der auf den sogenannten Todesmärschen Verstorbenen umgebettet. Die Erweiterung der Ausstellungsräume vermittelte den Schülern ein eindringliches Gefühl vom alltäglichen Schrecken, dem die Häftlinge meist schutzlos ausgeliefert waren. Bedeutende Häftlinge in Flossenbürg waren der evangelische Pastor Dietrich Bonhoeffer und Generalmajor Hans Oster, die beide zum Widerstandskreis der Nazi-Gegner gehörten. Beide wurden noch kurz vor Kriegsende im Hof des Arrestbaus ermordet.
Überaus gelungen konnten Unterrichtsinhalte vor Ort gezielt vertieft und nachfühlbar gemacht werden, was besonders zahlreiche Schüleräußerungen in den Nachbesprechungen verdeutlicht haben.
Fachschaft Geschichte


